Traum Frau

Diese Dinge würde sie nie zugunsten eines Mannes vernachlässigen oder gar aufgeben. Sie interessiert sich vorallem für ihn. Sie fragt nach, wenn er Dinge erzählt, die ihn beschäftigen oder ihn bewegen. Hin und wieder hilft er ihr auch bei Problemen. Sie vertraut ihm und unterstützt ihn Eine Traumfrau ist keine eifersüchtige Furie. Sie ist selbstbewusst und kennt ihren hohen weiblichen Wert. Kein Grund eifersüchtig zu sein oder ihm keinen Freiraum zu geben.

Wenn er einen Ausflug mit seinen Kumpels machen will, dann unterstützt sie ihn in seinem Vorhaben. Sie lässt sich niemals gehen Auch nach einigen Wochen oder Monaten lässt sich eine Traumfrau nicht gehen. Aber nicht um für ihn gut auszusehen, sondern um sich selbst gut und wohl in ihrer Haut zu fühlen. Bei der Beantwortung der Fragen läuft also immer unbewusst ein Korrektiv in den Köpfen der befragten Männer mit.

Das würde als Ausdruck archaischer Triebe bewertet werden, selbst bei vielen Männern führt das zu einem inneren Konflikt. Lisa Fischbachs Erfahrung ist, dass sich die Mehrheit der Männer vor allem aktive Frauen an ihrer Seite wünschen, mit denen sie etwas unternehmen und ihren Hobbys nachgehen können. Als Traumfrau schwebt den meisten Männern eher ein femininer Typ Frau vor, der kompatibel in jede Richtung ist: Lisa Fischbachs Resümee unzähliger Partnerschaftsstudien aus den letzten Jahren: Mitfühlend, romantisch und fürsorglich einerseits, humorvoll, leidenschaftlich und unabhängig andererseits.

Denn wer in einer solchen Kennenlernsituation zu dominant als attraktive, erfolgreiche Karrierefrau auftritt, die sich völlig unabhängig und omnipotent in allen Belangen gibt, könne sehr häufig erleben, dass selbst Männer, die Stärke und Klugheit als Eigenschaften ihrer Traumfrau genannt hatten, sich überflüssig und an die Wand gedrückt fühlten und das Weite suchten.

Welche Rolle soll ich denn im Leben einer Frau spielen, die nichts und niemanden zu brauchen scheint? Rat an die Traumfrau: Schaffen Sie Platz für einen Mann! Die Alternative dazu ist nun allerdings nicht, tiefzustapeln und eigene Stärken unter den Tisch zu kehren oder sich etwa dümmer und schwächer darzustellen, als man ist, um als Traumfrau im Stil der 50er-Jahre durchzugehen. Statt etwa mit beruflichen Erfolgen und der eigenen Mehrsprachigkeit zu prahlen, so Fischbach, sei es klüger, sich auf emotionalem Terrain zu erkennen zu geben und mit dem anderen das Gespräch über jene Qualitäten zu suchen, die einem auch in einer Beziehung wichtig sind.

Das Auftreten einer Traumfrau ist also im Prinzip der Begegnung einer sensiblen, guten Freundin nicht unähnlich: Statt einander prahlerisch und monologisch zu begegnen und das Gegenüber einzuschüchtern oder abzuschrecken, sollte man ihm vielmehr ausreichend Raum lassen, um sich als Persönlichkeit entfalten zu können. Was für den Mann wiederum Voraussetzung dafür sei, so Fischbach, sich überhaupt eine Beziehung vorstellen zu können, die von Gegenseitigkeit geprägt ist und in der er gebührend vorkommt.

Dieser Aufruf zur Zurückhaltung ist nicht nur an Frauen adressiert, die von Männern als Traumfrau tituliert werden wollen, sondern auch an Männer. Aber in Hinblick auf die weitverbreitete Unsicherheit — Stichwort:


7 Dinge, die eine Traumfrau von einer Frau für eine Nacht unterscheiden