Sex Genf! Verheirateten Mann Treffen!

Wie die Frau als Zeugin im Prozess sagte — der Mann musste ihre Aussagen in einem separaten Raum per Videoübertragung mitverfolgen —, habe sie nicht gewusst, dass er schon verheiratet sei. Dies habe sie erst im Verlauf der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung erfahren. Sie hätte sich nie auf einen verheirateten Mann eingelassen. Es sei bei den Treffen zu Zärtlichkeiten und Küssen gekommen, Sex habe sie allerdings immer abgelehnt.

Opfer und Beschuldigter stammen vom Balkan. Sie sei schwach geworden, habe selber ihre Hosen und das Oberteil ausgezogen — neben dem bereits nackt auf dem Bett liegenden Mann. Sie habe ihm aber lediglich erlaubt, sie zu streicheln. Das Ganze habe eine Viertelstunde gedauert. Die Frage des Richters, ob sie den Penis des Beschuldigten berührt habe, verneinte sie. Geschlechtsverkehr habe sie abgelehnt.

Laut Anklageschrift streifte der Mann nach dem Streicheln und Küssen der Frau die Unterhosen ab, hielt die Frau fest und drang in sie ein. Sie habe laut geschrien, geweint und versucht, sich wegzudrehen und den Mann auf den Boden zu werfen. Trotzdem sei es zu einem ungefähr fünfminütigen Geschlechtsverkehr gekommen.

Die Frau habe stark geblutet, sich anschliessend im Bad gewaschen und weinend die Wohnung verlassen. Sie sagte im Prozess: Er meldet sich selten — so selten, dass ich ihn bei meiner Männeraussortieraktion vergessen hatte. Er meldet sich nur, wenn er in die Stadt kommt. Ich mag ihn, ich verbringe gern Zeit mit ihm. Er mag mich, er verbringt gern Zeit mit mir und er möchte Sex. Gebuhlt, geschmeichelt und umgarnt Vor dem ersten Mal als Verheirateter buhlte er mehr als zwei Jahre.

Wir hatten längst wieder Kontakt, zumindest sporadisch. Als er mitbekam, dass ich mich getrennt hatte, fragte er, ob wir uns sehen und an die alten Zeiten anknüpfen könnten. Das sei doch immer so gut gewesen. Wir trafen uns, sobald er in meiner Stadt war. Aber ich kam nie mit in sein Hotel und lud ihn nie zu mir nach Hause ein. Wenn er zum Kuss ansetze, drehte ich meinen Kopf weg. Meine Körbe waren eindeutig. Das schmeichelte mir, aber es entsetzte mich auch.

Mir lag zu viel an ihm, um den Kontakt abzubrechen. Undenkbar war und ist es für mich, mit ihm eine Affäre anzufangen — oder gar mehr. Dass er seine Frau verlässt, steht überhaupt nicht zur Debatte. Mir ist es ein Rätsel, wie er das mit sich ausmacht. Wir haben offenbar unterschiedliche Auffassungen von den Rahmenbedingungen einer Ehe. Trotzdem warf ich irgendwann meine Bedenken über den Haufen. Ein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber hatte ich nie.

Ich bin nicht die einzige, was es nicht besser macht, aber ich trage nicht die Verantwortung für ihn und seine Entscheidung. Vor einigen Monaten war ich mir sicher, dass ich nicht darunter leide, mich nicht verliebe — und ging mit ins Hotelzimmer. Einmal-im-Jahr-Geliebte Es war vertraut und ungewohnt gleichzeitig. Nicht, weil ich mich verlieben würde, sondern ich hatte mich in den zehn Jahren entwickelt. Er wirkte hingegen, als wäre er kurzzeitig wieder jung und Student. Ausgehungerter Ehemann wie im Bilderbuch.

Ich sprach ihn nicht aus, stand auf, zog mich an. Ich guckte ihn ungläubig an. Ich schüttelte den Kopf. Tja, und jetzt hockt er das erste Mal in meiner Küche. Irgendwie fehl am Platz und gleichzeitig genau richtig. Eigentlich müsste ich ihn auf dem Sofa übernachten lassen. Gleichzeitig tut es so gut, dass mich jemand in den Arm nimmt, mir den Nacken krault, fragt und zuhört, erzählt und lacht, in alten Zeiten schwelgt und einfach da ist. Aus dem Kuscheln wird Küssen, daraus ein leidenschaftlicher Kuss.

Und die Idee mit dem Sofa kommt mir plötzlich dämlich vor. Am nächsten Morgen lasse ich ihn in meinem Bett zurück, fahre zur Arbeit. Sein Gewissen ist mir immer noch egal. Mein Gewissen ist okay.


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