Flirten In Der Beziehung

Warum haben Männer so schnell ein schlechtes Gewissen? Frauen besitzen anscheinend einen sechsten Sinn, eine Art weibliche Intuition für alle Geheimnisse des Partners. Sie scheinen manchmal genau zu wissen, was in ihm vorgeht. Sie sehen ihrem Partner an der Nasenspitze an, wenn er nur den Gedanken an die Option einer Möglichkeit erwägt mit einer Frau zu flirten: Jens kommt nach Hause, küsst sein Partnerin Janine und sagt: Was ist hier los?

Also ist sie irritiert. Sie bemerkt seine Nervosität und denkt sofort: Ich warte schon die ganze Zeit. Warst du denn nicht alleine? Nichts ist passiert, beide haben sich nur angeregt unterhalten und die knisternde Spannung genossen. Aber sein schlechtes Gewissen ist so ausgeprägt, er ist so bemüht, den Erwartungen seiner Partnerin zu entsprechen, dass er sich schuldig fühlt ein kleines Geheimnis vor seiner Partnerin zu haben. Ihr Partner verhält sich so, als hätte er etwas Gravierendes ausgefressen.

Und das Drama nimmt seinen Lauf. Auch wenn gar nichts passiert ist — viele Männer heben schon aufgrund ihrer Fantasie ein schlechtes Gewissen. Udo liegt im Bett mit seiner Frau Uschi. Sein Handy klingelt — es ist Sandra. Ja, schön, dass du anruft. Aber, äh, ich kann gerade nicht reden. Ich rufe dich morgen an. Als er das Handy weglegt bemerkt Uschi, dass er irgendwie nervös ist.

Du hast mir nie von ihr erzählt. Udo fängt an sich zu rechtfertigen, weil er in seiner Fantasie gerne mal mit Sandra Sex hätte. Das reicht aus, damit er ein schlechtes Gewissen bekommt. Und Uschi nimmt das wahr und bohrt nach. Der Mutterkomplex Permanentes schlechtes Gewissen und die Unfähigkeit Geheimnisse vor der Partnerin zu haben ist ein Zeichen von einer ungeklärten Mutter-Beziehung. Der Mann spielt immer noch den Sohn und projiziert die Mutterrolle auf die Partnerin.

Viele Männer, die unter diesem Verhalten leiden sind als junge von der Mutter dominiert, "übermuttert" und von ihr oft beschämt worden. Sie haben gelernt, auf jede Laune und "Marotte" der Mutter einzugehen, Rücksicht zu nehmen und ihr manchmal sogar PArtnerersatz für den fehlenden oder angeblich unzureichenden Ehemann zu sein. Häufig wurde sie von der Mutter emotional oder sagar sexuell missbraucht und hatten wenige Möglichkeiten ihre Autonomie und Identität als Junge zu entwickeln.

Und dieses unerledigte Thema wird dann später auf die Partnerin übertragen: In den meisten Fällen kostet es die eigene Männlichkeit! Was kann ein Mann dagegen tun? Beschäftige dich mit deiner Vergangenheit und dem Mutterthema. Was verbindet uns als Paar? Wir erlangen somit Bestätigung, durch welche unser Selbstwertgefühl gestärkt wird. Unsere Stimmung hebt sich, wir fühlen uns geradezu wie beflügelt.

Und natürlich hat ein Flirt oftmals auch eine sexuelle Komponente da wir uns gegenseitig zeigen, dass wir uns begehrenswert finden. Gleichzeitig verspüren wir auch eine Aufregung weil wir nicht wissen, wie der Flirtpartner auf uns reagieren wird. Vielleicht verhält er sich während eines zu aufdringlichen Balzversuchs abweisend? Oder schaffen wir es gar ihn mit unseren Reizen nervös zu machen?

All dies macht die Spannung beim Flirten aus. Kein Wunder also, dass viele Menschen in einer langjährigen Beziehung dieses Gefühl von Aufregung, Selbstbestätigung und sexueller Anziehung vermissen. Dies ist auch vollkommen in Ordnung. Wird direkt zu Beginn einer Beziehung erklärt, ob beide Seiten damit einverstanden sind mit fremden Personen auch mal tiefe Blicke auszutauschen, ist das vollkommen legitim und noch lange kein Fremdgehen.

In diesem Fall kann auch in den eigenen vier Wänden mit dem Partner geflirtet werden. Wie flirte ich mit meiner langjährigen Partnerin? Im Grunde funktioniert es genauso wie mit der flüchtigen Bekanntschaft aus der Bar. Wichtig ist es, sich Zeit füreinander zu nehmen. Nutzt hierfür einen Abend, an welchem ihr beide noch nichts vorhabt. Um etwas mehr Prickeln in die Beziehung zu bekommen, eignen sich besonders Überraschungen.

Überlege dir eine schöne Aktion, zu der du deine Partnerin einlädst. Verrate Ihr aber vorher noch nicht, um was es geht. Vereinbare eine bestimmte Zeit und sage ihr — je nach geplantem Event — vielleicht noch welche Kleidung angemessen ist. Die Überraschung kann alles Mögliche sein: Ein Entertainment-Event, für das du Karten besorgt hast, ein gemeinsamer Kurzausflug, ein Museumsbesuch oder auch ein Picknick, für das du schon eingekauft hast oder für das ihr gemeinsam einkaufen geht.

Allein das Ausbrechen aus gewohnten Mustern und die Ungewissheit über die geplante Aktion bringen schon eine Menge Prickeln zurück in den Alltag. Dadurch wird das Vorspiel auf den ganzen Tag ausgedehnt, was das Verlangen bei beiden Partnern steigert und eine tolle Nacht fast schon garantiert. Flirten mit dem eigenen Partner — im Alltag Doch auch normale Alltagssituationen können mit etwas Engagement zu schönen Flirterlebnissen werden.

Gemeinsames Kochen ist ein schöner Einstieg, um sich zusammen auf den Abend einzustellen. Während des Essens bietet es sich an, dass er zwischen durch ihren Handrücken streichelt.


Flirten in der Partnerschaft - sollte man das tun?