Deutschland Singlehaushalte

Wer allein lebt, ist eher von Armut bedroht Das Single-Leben ist den Statistikern zufolge auch oft mit finanziellen Problemen verbunden. So beziehen allein Lebende überdurchschnittlich häufig Hartz-IV-Leistungen, wie Egeler sagte. Die Armutsgefährdungsquote der allein Lebenden war demnach im Jahr mit 30 Prozent fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung mit 15,6 Prozent. Von den allein lebenden Männern zwischen 35 und 64 Jahren gingen laut Egeler im Jahr nur 74 Prozent einer Erwerbstätigkeit nach.

Bei den nicht allein lebenden Männern lag der Anteil mit 85 Prozent deutlich höher. Bei den Frauen lag die Quote jeweils bei 71 Prozent. Jedoch arbeiten allein lebende Frauen deutlich häufiger in Vollzeit. Bis zum Jahr soll sich der Prozentsatz an Alleinlebenden stetig erhöhen. Dies träfe auch auf Berlin zu. Sozialwissenschaftler bestätigen diese Vermutung, die die Statistiker aus den aktuellen demografischen Daten geschlossen haben.

Neue Chancen für den Immobiliensektor Die Politik sieht sich durch die Zunahme der Singlehaushalte neuen Herausforderungen gestellt. Gleiches zählt für Immobilieninvestmentunternehmen sowie Investoren, die die demografischen Entwicklungen auf den Wohnungsbau übertragen müssen. Auszubildende, Studenten, junge Berufstätige und Senioren sind dafür die entscheidende Zielgruppe.

Doch auch Pendler und Alleinlebende im mittleren Alter suchen verstärkt nach Singlewohnungen. Vor allem in den zentralen und zentrumsnahen Lagen sind Immobilien dieses Typs gefragt. Eine weitere steigende Nachfrage ist bei Singlewohnungen zu verzeichnen, die speziell auf Senioren zugeschnitten sind. Sie sind barrierefrei und verfügen zudem über den Service des betreuten Wohnens. In Singlewohnungen steckt ein immenses Potenzial Die demografische und soziale Entwicklung in Deutschland birgt für Investoren ein hohes Potenzial.

Wohnungen für Alleinlebende werden in Zukunft eine zunehmende Nachfrage erfahren. Insbesondere für den Markt der Mietwohnungen dürfte dies eintreten. Der Trend hin zum Eigenheim ist noch immer vor allem bei Familien und Paaren zu beobachten. Die restlichen Prozent haben ein Haus ganz für sich allein angemietet. Im Vergleich der Bundesländer weist Berlin mit 31 Prozent die höchste Quote Alleinlebender auf, Rheinland-Pfalz die niedrigste 16 Prozent. Anzeige Auch bei der Altersstruktur gibt es Unterschiede: Während im jungen und mittleren Alter Männer häufiger als Frauen in einem Einpersonenhaushalt leben, sind es im höheren Alter mehr Frauen.

Eine Ursache ist die höhere Lebenserwartung von Frauen. Das Alter, ab dem Frauen häufiger allein leben als Männer, lag bei 58 Jahren. Mit 70 Jahren lebten bereits doppelt so viele Frauen 32 Prozent allein wie Männer 16 Prozent. Gut zwei Drittel aller älteren Alleinlebenden sind verwitwet. Zwischen 18 und 34 Jahren leben vor allem solche Männer und Frauen allein, die es sich leisten können.


Fast 40 Prozent Singlehaushalte in Deutschland