Methoden Zum Kennenlernen Erwachsenenbildung

Dozent sollte diese angespannte Anfangssituation aufnehmen und den Seminarstart mit geeigneten Einstiegsmethoden für alle erleichtern. Wer diese Aufgabe übernimmt, sollte von dem Hauptamtlichen Mitarbeiter festgelegt und abgestimmt werden. Genau diese unterschiedlichen Voraussetzungen im Teilnehmerkreis sollten zu Beginn eines Ausbildungslehrgangs für alle transparent gemacht werden.

Bei der Auswahl der Methoden ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Stimmungen und Reaktionen, die durch Beiträge erzeugt werden, können mannigfaltig ausfallen. Um die abwartende bzw. Kontaktaufnahme und Kommunikation zwischen den Teilnehmern fördern! Gemeinsamen Zugang zu Themenschwerpunkten des Lehrgangs schaffen! Auch wenn sich die Teilnehmer bereits kennen, ist ein Einstieg in die Veranstaltung sinnvoll, um auf das Thema Lernziele beachten!

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele für Einstiege. Nicht alle sind für jeden Veranstaltungstyp bzw. Interesse an weiteren Methoden wenden Sie sich gerne an die Merke: Wie immer sollte sich die Auswahl der Methode an der Zielsetzung der Veranstaltung und dem Teilnehmerkreis orientieren. Teilnehmer lernen sich gegenseitig kennen, tauschen Erwartungen und Vorstellungen aus.

Schrittweises Kennenlernen, Partner stellen sich später gegenseitig vor der Gruppe vor. Sie sollen nun den Partner auf dieser Seite möglichst gut beschreiben. Beschreiben Sie sich in drei Sätzen. Beschreiben Sie ihren Arbeitsalltag. Wer ist Ihnen wichtig und warum? Wen würden sie auf eine einsame Insel mitnehmen Sie haben im Lotto gewonnen.

Was machen Sie mit dem Geld? Womit kann man Ihnen eine Freude bereiten Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was kann sie aus der Fassung bringen? In welchen Situationen sind Sie um Hilfe dankbar? Diesen Traum möchte ich mir einmal erfüllen? Beim Partnerinterview können die Teilnehmer Portraits oder Steckbriefe des Partners anfertigen, welche auf einer Wäscheleine aufgehängt für alle Teilnehmer während des Seminars zugänglich bleiben. Teilnehmer stellen sich mit Hilfsmitteln der Gruppe vor.

Din-A4-Bögen mit vorbereiteten Stichworten: Name, Ich wohne in, Meine Arbeit, Meine Familie, Meine Hobbys sind, Diesen Menschen mag ich besonders, Mein Vorbild ist, Eine Fee erfüllt mir drei Wünsche, Wenn ich einmal aussteige, dann Erwartungen der einzelnen Teilnehmer werden für alle transparent gemacht schriftlich auf Flip-Chart oder Metaplan-Karten fixieren und während des Seminars zugänglich machen.

Schrittweises Kennenlernen in kleineren Gruppen, ins Thema einsteigen und Meinungen austauschen Material: Auf Karten oder Zettel werden Symbole gemalt: Dreieck, Viereck, Quadrat, Vieleck, Pfeil o. Die Teilnehmer sitzen im Kreis. Der Tagungsleiter oder Dozent legt die Zettel mit den Symbolen im Kreisinneren aus und benennt die Sachfrage. Er bittet die Teilnehmer nun, sich zu dem Symbol zu stellen, das am ehesten der jeweiligen Haltung, Einstellung, Meinung entspricht.

Die so gebildeten Kleingruppen tauschen nun in einem ersten kurzen Gespräch ihre Meinungen aus. Diese Phase sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Die Gruppen notieren ihre Schwerpunkte auf Karten bzw. Die Kleingruppen berichten nun von ihren Diskussionen. Die Symbole müssen in Zahl und Form sorgfältig ausgewählt werden. Je nach Teilnehmerzahl muss die Zahl variiert werden. Entscheidend ist, wie viele Gruppen gewünscht sind.

Zahlreiche der vorgestellten Methoden lassen sich jedoch ebenso gut für die Lehre nicht nur in der politischen Bildung in der Erwachsenenbildung nutzen. Bundeszentrale für Politische Bildung sind zahlreiche Methoden mit vertiefenden Informationen aufgeführt. Eine kurze Beschreibung, eine theoretische Einordnung, Praxisbeispiele und weiterführende Literatur und Links sorgen für eine fundierte Übersicht.

Die aufgeführten Methoden sind innerhalb der Konstruktivistischen Didaktik verortet. Universität Köln, Institut für Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaft Der Spielereader enthält zahlreiche Spiele und Methoden, die sich zu unterschiedlichen Anlässen z. Kennenlernen, Gruppeneinteilung, Wissensvermittlung, Feedback einsetzen lassen. Die Spiele und Methoden werden detailliert beschrieben. Der Reader ist unter einer Creative-Commons-Lizenz CC BY SA 3.

Die Nutzer des Readers können die Inhalte somit für beliebige Zwecke verteilen, sie verändern oder darauf aufbauen. Der Spielereader ist ein Angebot von Oliver Klee, der im Bereich der Erwachsenenbildung tätig ist und zahlreiche Seminare und Workshops mit einem breiten Themenspektrum durchgeführt hat. Im Methodenreader der Universität Rostock finden sich jeweils drei bis vier beispielhafte Methoden aus den Bereichen Kennenlernen, Einsteigen in eine neue Thematik, Erarbeiten und Verarbeiten, Auswerten, Evaluieren.

Der Methodenkoffer ist ein Angebot der Universität Rostock, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.


Methoden der Erwachsenenbildung