Gehalt Manner Frauen Gesetz

Notfalls können sie dann eine höhere Bezahlung einklagen. Diesen Bedenken widersprach Bundesfamilien- und Frauenministerin Manuela Schwesig. Lohntransparenz sei keine Bürokratie, sondern führt zu mehr Zufriedenheit in den Unternehmen. Schwesig lobt Gesetz Bei der Bundestagsdebatte sagte Schwesig, erstmals werde in einem eigenen Gesetz das Prinzip festgeschrieben: Die Regierung wolle, dass Frauen genauso fair bezahlt würden wie Männer. Mit dem individuellen Auskunftsanspruch, durch Berichtspflichten und Prüfverfahren müssten sich die Unternehmen künftig mit ihren Entgeltstrukturen beschäftigen.

Opposition spricht von "Alibi-Politik" und "Luftnummer" Der Opposition geht das Gesetz nicht weit genug. Die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann sprach von "Alibi-Politik", die Grünen-Parlamentarierin Ulle Schauws von einer "Luftnummer". Notwendig sei zudem ein Verbandsklagerecht, damit Frauen nicht allein den risikoreichen Klageweg gehen müssten. Fakten zum neuen Gesetz Frauen beim Lohn benachteiligt Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verdienen Frauen pauschal 21 Prozent weniger als Männer.

Im Schnitt verdienen Frauen pro Stunde knapp 4,50 Euro weniger als Männer. Das hängt zum Teil damit zusammen, dass sie öfter in Teilzeit arbeiten und häufiger Jobs in schlechter bezahlten Branchen haben, wie etwa in der Pflege oder in der Kinderbetreuung. Ohne diese Faktoren beträgt der Lohnunterschied nach unterschiedlichen Berechnungen fünf bis sieben Prozent. Betriebsrat kann Antwort erstellen Das Auskunftsrecht in gut Wenn es einen Betriebsrat im Unternehmen gibt, muss dieser die Antwort erstellen - es sei denn, der Arbeitgeber übernimmt selbst die Beantwortung.

Sollte sich ergeben, dass aufgrund des Geschlechts ungerechtfertigt zu wenig Lohn gezahlt wurde, muss Abhilfe geschaffen werden. Es besteht auch die Möglichkeit zu einer Klage gegen den Arbeitgeber. Dies betrifft etwa 4. Auch wenn dies kein Muss für die betroffenen 6. Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden. Der Chef erfährt nicht, wer sich erkundigt hat. Zum Brutto-Netto-Rechner So viel netto bleibt Ihnen vom Brutto Erfahre ich das Gehalt jedes einzelnen Mitarbeiters?

Es werden überhaupt keine individuellen Gehälter verraten. Der Betriebsrat bekommt stets die Daten zu einer ganzen Gruppe von Angestellten mit vergleichbarer Tätigkeit und ermittelt daraus das Durchschnittsgehalt. Das ist das, was Ihnen dann mitgeteilt wird. Gibt es allerdings weniger als sechs vergleichbare Kollegen, kann das Unternehmen die Auskunft komplett verweigern. Was kann ich noch erfragen?

Neben dem Grundgehalt müssen bis zu zwei weitere Gehaltsbestandteile genannt werden. Dazu zählen zum Beispiel Dienstwagen oder der Jahresbonus. Bekomme ich jetzt automatisch mehr, wenn ich weniger verdiene als die anderen? Nein — dem Gesetzgeber geht es nur darum, für mehr Transparenz zu sorgen. Das hilft den Angestellten, sich in den Gehaltsverhandlungen besser einzuschätzen. Benachteiligungen sollen so leichter erkannt und behoben werden. Für Gerechtigkeit muss aber weiterhin jeder selbst sorgen.

Die besten Arbeitgeber Unser PDF-Ratgeber zeigt die besten Arbeitgeber Deutschlands, empfohlen von Personalern, Mitarbeitern und FOCUS. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen pauschal 21 Prozent. Im Schnitt verdienen Frauen pro Stunde knapp 4,50 Euro weniger als Männer. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlter Teilzeit arbeiten oder in gering entlohnten Vollzeitjobs.

Ohne diese Faktoren beträgt der Lohnunterschied nach unterschiedlichen Berechnungen 5 bis 7 Prozent.


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