Schatzkiste Partnervermittlung Hamburg

Die Partnersuchenden werden dann per Post informiert und erhalten einen kurzen Steckbrief und ein Foto des jeweils anderen. Sind beide an einem ersten Treffen interessiert, werden sie in die Schatzkistenagentur eingeladen. Hier kann dann, im geschützten Rahmen ein erster Eindruck voneinander gewonnen werden. Hier sind dann gerade Menschen, die nicht so selbständig sind, auf Unterstützung aus ihrem Umfeld angewiesen, damit ein Kontakt zu einer Freundschaft werden kann.

Einige Paare haben auch schon den Bund fürs Leben geschlossen und geheiratet. Das wird auch untermauert von den Zusatzangeboten, die viele Schatzkisten anbieten. Das ist regional ganz verschieden. Aber auch Partys oder Seminartage, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, runden das Repertoire ab. Wie in anderen Partnervermittlungen auch gibt es eine Datenbank, aus der Lena Höllriegl zueinander passende Profile heraussucht.

Ein Internetportal, in dem man sich selbst auf die Suche begeben kann, ist die Schatzkiste nicht. Mitbegründet wurde sie von Heidilore Kossenjans: Es gab ja in Hamburg nichts. Was ist wirklich wichtig, blaue Augen oder gute Gespräche? Sind die blauen Augen vielleicht auch ein Ausschlusskriterium? Meistens sind sie es: Unterstützt wird Lena Höllriegl ehrenamtlich von der Sozialarbeiterin Gabriele Weber Die Wartezeiten seien zudem lang, da viel mehr Männer als Frauen in der Kartei auf die Liebe warteten.

Eine wichtige Rolle spielt die Furcht vor einer ungewollten Schwangerschaft. Spezielle Angebote wie die Schatzkiste sind für Menschen mit Behinderungen oft die einzige Möglichkeit, ihrem Wunsch nach einem Partner näherzukommen. Der Weg über Kontaktanzeigen oder nicht spezialisierte Partneragenturen ist selten erfolgreich.

Daher sei der Vermittlungswunsch eines behinderten mit einem nichtbehinderten Menschen seltener von Erfolg gekrönt. Das Aussehen ist weniger wichtig - was zählt ist Nähe und Zärtlichkeit Auch Oliver hat es mit Zeitungsannoncen versucht, bevor er zur Schatzkiste kam. Das war sehr frustrierend. Bis zu 50 Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Amputationen melden sich monatlich bei ihm. Selbst Familie und Freunde trauen Behinderten häufig nicht zu, eine Partnerschaft zu meistern.

Dabei sei genau das Gegenteil der Fall.


„Schatzkiste“: Partnervermittlung für Menschen mit Handicap