Midlife Crisis Frauen Mitte 30

Ausbruch aus dem Gewohnten Die Gefahr, dass die Beziehung an der Midlife Crisis eines Partners zerbricht, ist sehr hoch — vor allem, wenn die jahrlange Routine nichts Neues mehr zulässt und das Paar sich nichts mehr zu sagen hat. Neue Partner vermitteln möglicherweise das Gefühl, zuvor Versäumtes nachholen zu können. Die anfängliche Verliebtheit trägt auch ihren Teil dazu bei. Dennoch kehren Zweifel und Unsicherheiten bald zurück, wenn die Zielrichtung des weiteren Lebens noch offen bleibt.

Eine Partnerschaft muss jedoch nicht zwangsläufig an der Midlife Crisis scheitern. Wichtig ist, dass beide Partner die Krise als Anlass für eine Bilanz ihrer Beziehung nehmen, verständnisvoll miteinander umgehen und offen für Veränderungen sind. So bewältigen Sie die Midlife Crisis gemeinsam Ein Paar kann gestärkt und mit einem Gefühl der Verbundenheit aus der Midlife Crisis hervorgehen. Die Voraussetzung dazu liegt in den Partnern selbst und ihrem Umgang miteinander.

Ständige Vorwürfe oder sogar die Verstärkung der Ängste des Partners führen zu keinem gemeinsamen Ziel. Überlegen Sie zu zweit, welche Wünsche Sie haben und wie Sie diese in Ihren weiteren Lebensweg einplanen können. Suchen Sie das Gespräch mit Menschen in der gleichen Situation und scheuen Sie sich nicht davor, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft kann ein Therapeut verfahrene Situationen lösen und den Ursprung des Problems erkennen.

Werden Sie aktiv und erfahren Sie sich und Ihren Partner neu. Probieren Sie neue Hobbys aus oder reisen Sie in Länder, die Sie schon immer mal sehen wollten. Innere Ruhe und Stärke Die Grübeleien dauern nicht ewig an und Sie haben die Chance, nach dieser turbulenten Zeit reifer und auch glücklicher zu sein. Wenn es Ihnen gelingt, die positiven Seiten einer Midlife Crisis zu erkennen, sind Sie definitiv auf einem guten Weg, Ihren inneren Frieden zu finden.

Widersprüchliche Ideale Besonders anfällig für eine Sinnkrise sind laut Robinson die sogenannten "Idealisten", akademisch gebildete junge Erwachsene. Sie wollten einerseits ein "aufregendes und besonderes" Leben führen, wünschten sich aber andererseits auch eine feste Beziehung und Kinder. Anzeige "Ein Zuviel an Freiheit", macht Psychologe Johannes Kaufhold aus Frankfurt am Main dafür verantwortlich, dass die Endzwanziger in der "Quarterlife-Crisis" ihre Lebensgestaltung als eine Last empfinden.

Viele junge Erwachsene litten unter Entscheidungsangst und wollten ja keine Fehler machen. Die Studienzeit sei für viele eine verlängerte Jugendzeit, das Hochschulleben ein Raum, in dem man die Persönlichkeit weiter entwickeln könne, urteilt Kaufhold. Doch nach dem Studium würden viele aus der Sicherheit der Hochschulmauern gerissen, bekämen einen "Realitätsschock". Entscheidungsangst lähmt Auf einen Schlag müssen die Endzwanziger erwachsen sein, die Karriere planen und anfangen, sich Gedanken über möglichen Nachwuchs zu machen.

Neben der biologischen Uhr gibt es bereits kleine körperliche Veränderungen, Geheimratsecken oder die ersten Mimikfalten, die zeigen, dass man älter wird. Oft führt schon der Geburtstag dazu, eine erste Lebensbilanz zu ziehen und zu fragen: Ist das Leben, das ich führe, das Leben, das ich führen will? Der Psychologe Johannes Kaufhold ermutigt seine Patienten, die eigenen Wünsche ernster zu nehmen, Dinge auszuprobieren und sich nicht von Entscheidungsangst lähmen zu lassen.

Man spricht sich für die eine und gegen die andere Option aus.


Psychologie: Was Endzwanziger in die "Quarterlife-Crisis" treibt