Lack Und Leder Geschichten

Er riss mich aus meinen Gedanken. Ich schnappte mir die Zeitschrift, die in meinem Abteil herumlag und las langweilige Wirtschaftsnachrichten. Die Zeit verging und ich merkte gar nicht wie oft der Zug immer wieder anhielt. Das kann ja eine lange Fahrt werden, dachte ich mir. Warum hast du nicht das Flugzeug genommen. Zum Glück hatte ich mir eine Jahreszeit zum Reise ausgesucht, in der die meisten aus den Sommerferien zurückwaren und wieder arbeiten mussten.

Ich wollte nicht wissen, wie voll dieses Abteil im Juli ist. Hoffentlich bleibt es schön leer. Es ist eine lange Fahrt bis nach Sizilien. Ich beobachtete gespannt, wer wohl italienischen und deutsch aussah, als plötzlich alles in mir zusammenzuckte. Zunächst war es nur eine glänzende schwarze Rundung, die sich hinter der Glasscheibe zwischen Abteil und Gang rückwärts in mein Blickfeld schob.

Zweifellos ein eng anliegender langer schwarzer Ledermantel. Er umhüllte ein reizvolles Hinterteil und lag eng bis zu den Knien an. Vor 10 Jahren noch hätte der Anblick dieses Ledermantels mich ejakulieren lassen. Heute konnte ich meine Reaktionen ein wenig überspielen. Zweifellos erweckte das Geschöpf in schwarz aber trotzdem meine Neugier und ich bückte mich vor, um diese Perle der Schöpfung näher zu erkennen.

Hinter der Göttin im Ledermantel schob sich im Gang eine ältere Frau vorbei, so dass sie sich mit ihrer ganzen Ledermontur gegen die Scheibe meines Abteils drücken musste. Ihre Oberweite presste sich in Form von zwei runden weichen Platten gegen die Scheibe. Sie sah mich kurz und der Hauch eines Blicks traf mich. Als sie da so an die Scheibe gedrückt einen Blick zu der Frau warf, erkannte ich, dass aus ihren Enden ihrer Ärmel weiche Lederhandschuhe emporkamen.

In ihnen hielt sie die Platzreservierung. Es war nicht zu glauben. Alles was sie an ihr sah, war aus schwarzem Nappaleder. Tausender solcher Frauen hatte ich schon auf meinem PC, doch der reale Anblick war unvergleichbar. Sie hatte wundervolle Gesichtszüge und eine hübsche Physiognomie, mit einem etwas dunklen italienischen Hauch.

Glatte rückenlange schwarze Haare fielen über ihre Schultern. Vermutlich war sie mittleren Alters. Alle meine Sinne buhlten um meine Aufmerksamkeit. Ihre sportliche Figur war perfekt. Die wohlproportionierten Körperrundungen, die festen und prallen Brüste, der unter der glatten weichen Oberfläche des Nappamantels sich glänzend aufwölbte.

Wohin sie wohl wollte? Sie öffnete die Tür und betrat mein Abteil. Nicht nur ihr langer, taillierter Ledermantel und die glänzenden Lederstiefel mit leichtem Plateau erregten mich, sondern die Vorstellung, dass sie unter diesem Mantel womöglich auch noch schwarze Tierhaut tragen könnte. Sie stand wie ich auf Leder und jetzt musste sie auch noch mein Abteil betreten.

Oder hatte sie vielleicht extra mein Abteil gewählt? Das war es nur Zufall? Früher wäre Scham in mir aufgekommen, Damen so anzuschauen. Meine langen Fingernägel sind bereits rot angemalt. Noch ein neues gut riechendes Parfum auf meine Handgelenke und meinen Hals. Nach einer einstündigen Autofahrt komme ich am Parkplatz des Hotels an. Meine Knie zittern, mein Herz schlägt schneller, ich habe Schmetterlinge im Bauch wie bei einem ersten Blinddate.

Ich betrete die Hotellobie,sehe mich kurz um und entdecke meinen Mann an der Hotelbar. Er sieht heiss aus. Bestimmt hat er sich genausoviel Mühe gemacht wie ich, aber darüber denke ich in diesem Moment nicht nach. Mir fällt nur dieser gutgekleidete mir völlig fremd scheinende Mann auf. Mir kommt es vor, als hätte ich ihn wirklich noch nie gesehen und mich neben einen völlig unbekannten gesetzt mit der Absicht ihn zu verführen oder verführt zu werden.

Nur eines ist mir völlig klar. Mit Haut und Haaren will ich ihn spüren. Ich fühle mich so sexy und geheimnisvoll in meinem Outfit. Es ist schwer zu beschreiben, aber es scheint mir, als würde ich mich völlig anders fühlen, begehrenswert und wild. Ich setze mich auf einen Barhocker neben ihm. Unsere Blicke treffen sich kurz als der Barkeeper auf mich zukommt und ich sage ihm,ich bekomme den gleichen Drink wie der Herr neben mir. Der scheinbar Unbekannte fragt mich ohne lange Worte, ob ich mit ihm auf sein Zimmer komme.

Ich stehe langsam auf ohne Antwort zu geben und lächle ihn an. Er legt Geld für die Getränke auf den Tresen und ich folge ihm. Wir betreten betreten den Fahrstuhl, noch ein paar Schritte bis auf sein Zimmer. Dabei sehen wir uns kurz anund küssen uns lange und leidenschaftlich. Dabei zieht er mir das Top über den Kopf. Wir küssen uns weiter und gehen dabei in Richtung des Bettes. Auf dem Weg dorthin zieht er sein Shirt aus und ich öffne seine Hose.

Wir küssen uns immer noch wild. Wir schmeissen uns auf das Bett. Ich trage noch immer meine Higheels und auch Rock, Strapse und String. Er öffnet vorne meinen Bh und knetet meine Brüste. Wir reiben uns wild aneinander. Sein Atem wird immer schneller, ich höre sein Herz schlagen, das meine auch. Mein Slip hat vorne eine Öffnung. Wir verschmelzen ineinander, werden eins. Knisternder, hemmungsloser nicht enden wollender Sex. Es war der beste den wir je hatten.

Ich fühlte mich so begehrt und so weiblich wie nie. Wir taten es gleich nocheinmal, dieses mal ohne Stiefel. Wir gingen zusammen duschen und taten es gleich nocheinmal. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann er jemals eine solche Manneskraft hatte. Noch nie war er so potent wie an diesem Abend, in dieser leidenschaftlichen Nacht. Wir entdeckten uns in dieser Nacht neu, es war wieder aufregend. Wir waren hemmungslos und unser Liebeshunger scheint seitdem unstillbar.

Wir haben immer Lust aufeinander. Seit diesem Tag möchte ich niemehr auf heisse Dessous verzichten und habe auch Gefallen an Strapsen und High Heels gefunden, die ich auch ab und zu mal gerne im Bett anlasse, weil er darauf steht.


Rollenspiel in Lack und Leder [1]