Funf Phasen Des Kennenlernens

Damit man sich nicht versehentlich in Wunschvorstellungen hineinsteigert, ist zu bedenken: Die erste Verabredung hat nur ein einziges Ziel, nämlich im Falle der Sympathie eine zweite Verabredung herbeizuführen. Das nächste Treffen ist klassischerweise eine Art Kontrolle des ersten Eindrucks: Ist der andere wirklich so, wie ich ihn wahrgenommen habe? Will ich ihn noch einmal sehen? Die Verhandlung Waren zwei Menschen erst einmal im Bett, ändert sich der Umgang miteinander schlagartig.

War man sich zuvor noch fremd, besteht nun eine Intimität, die oft nicht nur körperlich, sondern auch psychisch zu spüren ist. Darauf reagiert jeder anders. Und das aus völlig verschiedenen Gründen, die zunächst aufgrund unterschiedlicher Kommunikationsformen nicht so dechiffrierbar sind. Haben sich die im besten Fall frisch Verliebten entschieden, ihren Kontakt auch sexuell weiterzuführen, kommen sie sich normalerweise Stück für Stück näher und lernen und schätzen mehr voneinander.

Allerdings führt diese Nähe sehr oft dazu, dass sich einer der beiden besinnt, dass es auch ein Leben vor dem Neuen gab - und sich womöglich zurückzieht, um sich zu besinnen, zu ordnen oder um eine Entscheidung zu treffen. Häufig wechseln sich beide in ihrem Rückzug sogar ab. Diese Phase ist übrigens nicht nur normal, sie ist auch die heikelste und birgt das höchste Fehlerpotenzial.

Nun ist es an der Zeit, die Fragen zu stellen "Was machen wir hier eigentlich? Bei diesem Gespräch werden häufig zum ersten Mal Gefühle offenbart. Der bis dahin eventuell harmlose Flirt verliert nun seine Unschuld, denn statt Spontanität erwartet man nun vom Gegenüber Verbindlichkeit. Dies ist oft ein Grund, warum viele Männer dieses Gespräch quälend lang hinauszögern.

Die Entscheidungen Es bleibt nicht aus: Du redest über dich und deine Beziehung, wie immer sie auch aussehen mag, und du musst dich nun entscheiden, wie und ob es weitergeht. Da bestehen mehrere Möglichkeiten: Du kannst weitermachen wie bisher: Im besten Fall habt ihr euch dann beide einfach noch nicht entschieden, ob ihr den Kontakt emotional oder sexuell vertiefen wollt.

Fast immer aber wird hier einer der Partner seine Bedürfnisse nicht erfüllt sehen, und es wird zu einem Konflikt kommen. Ihr entscheidet euch, dass ihr es miteinander probieren wollt. Diese Phase lässt sich in mehrere Abschnitte unterteilen, und zwar in die Wahl-, die Verführungs-, die Verhandlungs- und die Entscheidungsphase. Die vier Dating-Phasen können sich im Einzelfall übrigens durchaus über mehrere Wochen hinziehen und entsprechen den Abschnitten, die Psychologen bei der Entscheidung und Steuerung von Willenshandlungen anlegen.

Das vermutlich bekannteste Modell stammt von Heinz Heckhausen und Peter Gollwitzer und geht von vier Ablaufphasen aus: Abwägen, Planen, Handeln und Bewerten. Dies klingt zugegeben recht sachlich für eine emotionale Angelegenheit, aber genau diese distanzierte Sicht erleichtert es uns, einzuordnen, was beim Dating mit uns und unserem Gegenüber geschieht. Phase 1 der Partnerwahl: Die Wahl Zu Beginn kann eine erfolgreiche Suche im Internet stehen, eine Begegnung in der U-Bahn, im Cafe oder im Supermarkt.

Oder Freunde haben für Sie ein Blind Date arrangiert. Nun bewerten Sie Ihre bisherigen Erfahrungen: Was möchte ich überhaupt? Danach entscheiden Sie, ob sie diesen oder jenen Menschen näher kennenlernen möchten. Es mag unromantisch klingen, aber auf dem hart umkämpften Partnerwahlmarkt müssen Sie sich gut verkaufen.

Hierzu sollten Sie sich Ihres Selbstbildes bewusst sein, um ein möglichst authentisches Fremdbild zu erzeugen, das die passenden Kandidaten anspricht — ohne Ihrem Gegenüber etwas vorzugaukeln, was Sie gar nicht sind. Sie müssen Ihre Stärken und Schwächen kennen und wissen, wie Sie die Stärken einsetzen und die Schwächen ausgleichen können. Jetzt wird gespielt, mit Worten und Taten jongliert, jetzt werden Aufmerksamkeiten ausgetauscht und ein wenig die Kräfte gemessen.

Wie schnell antwortet er auf die SMS? Wann ruft sie zurück? In dieser Phase zeigen wir uns von unserer besten Seite und stellen gleichzeitig klar, was wir mögen, wie wir uns das Miteinander und eine Partnerschaft wünschen. Es wird abgeglichen, was ein jeder in eine Beziehung einbringen kann. Was hätte ich davon, mit diesem Menschen zusammen zu sein?

Die Verhandlung Nun wird die Kosten-Nutzen-Rechnung bewusst aufgestellt. Die Verliebten zeigen sich gegenseitig erste Grenzen auf und testen die Kompromissfähigkeit des anderen. Spätestens jetzt hören wir übrigens auch auf die Meinung unseres sozialen Umfeldes. Und dann ist da noch der Sex: Waren zwei Menschen erst einmal miteinander im Bett, ändert sich ihr Umgang miteinander. Zuvor waren sie sich fremd, nun besteht eine Intimität, auf die jedoch jeder unterschiedlich reagieren kann. In dieser Phase ist daher besonders wichtig, die eigene Wahrnehmung und die eigenen Empfindungen nicht beim anderen vorauszusetzen.

Dessen Reaktionen können ganz unterschiedlich von denen sein, die Sie in einer vergleichbaren Situation zeigen würden. Auch kann Ihr Gegenüber völlig andere Gründe haben, als Sie vielleicht annehmen. Indem die beiden aufeinander treffenden Persönlichkeiten sich auseinandersetzen, kommen sie sich näher und beginnen — ein jeder für sich — ein klareres Bild zu formen, wie die Partnerschaft ablaufen könnte. Damit wird aber auch häufig ein Rückzug eingeleitet.


Vom ersten Date bis zur Beziehung – So erleben Mädchen die 10 Stufen des Kennenlernens