Dating Queen Munchen Ov

Kinder bis zum Alter von sechs Jahren identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt. Gewaltaktionen, aber auch Verfolgungen oder Beziehungskonflikte lösen Ängste aus, die nicht selbständig und alleine abgebaut werden können. Eine schnelle und positive Auflösung problematischer Situationen ist daher sehr wichtig.

FSK ab 6 freigegeben Ab sechs Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit zu kognitiver Verarbeitung von Sinneseindrücken. Allerdings sind bei den sechs bis elfjährigen beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung zu berücksichtigen. Etwa mit dem neunten Lebensjahr beginnen Kinder, fiktionale und reale Geschichten unterscheiden zu können. Eine distanzierende Wahrnehmung wird damit möglich. Bei jüngeren Kindern steht hingegen noch immer die emotionale, episodische Impression im Vordergrund.

Ein sechsjähriges Kind taucht noch ganz in die Filmhandlung ein, leidet und fürchtet mit den Identifikationsfiguren. Spannungs- und Bedrohungsmomente können zwar schon verkraftet werden, dürfen aber weder zu lang anhalten noch zu nachhaltig wirken. FSK ab 12 freigegeben Bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe ist die Fähigkeit zu distanzierter Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits ausgebildet. Erste Genre-Kenntnisse sind vorhanden. Am liebsten mit Ball und Brettern.

Endlich kommt Amy Schumers viel gelobtes Filmdebüt "Trainwreck" auch hierzulande in die Kinos. Eigentlich handelt Amy Schumers Film von einer Frau, die am Ende ist. Ein "Totalausfall", wie der Titel sagt. In vielerlei Hinsicht, dazu gehören auch ihre Männerbeziehungen. Es geht um das Ironisieren von Sexismus, von Geschlechterklischees, die in "Trainwreck" auf den Kopf gestellt werden. All das spart der deutsche Titel "Dating Queen" aus.

Sie ist gnadenlos - und wird dafür bewundert. Jetzt hat die amerikanische Komikerin Amy Schumer einen Film gedreht. Von Annett Scheffel mehr Porträt Das leidige Übersetzen und Ändern von Originaltiteln sorgt in der Filmbranche immer wieder für Unmut. Verantwortet wird es von den einzelnen Verleihern, und das oft ohne Rücksprache mit den Machern. Nehmen wir beispielsweise "The good, the bad and the ugly", im italienischen Original "Il buono, il brutto, il cattivo".

Wenn es schon um den Guten, den Bösen und den Hässlichen geht, sollte man sie doch zumindest auch alle drei erwähnen. Auch Titelzusätze helfen oft nur wenig. Dass der Disneyfilm "Brave" in "Merida - Legende der Highlands" umgetextet wurde, lässt sich noch nachvollziehen. Aber was der Zusatz "Silver Linings - wenn du mir, dann ich dir" Erhellendes bringen soll, ist schon schwieriger zu entschlüsseln.

Der Claim stammt von der Agentur Namestorm, die sich unter anderem passende Titel oder entsprechende Slogans für fremdsprachige Filme überlegt. Mark Leiblein, Inhaber der Agentur, erzählt, sein Auftraggeber hatte den Eindruck, die Zuschauer könnten sich unter "Silver Linings" zu wenig vorstellen.


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