2 Hunde Kennenlernen

Erst wenn dieser erste Kontakt gut verlaufen ist, macht ein weiteres Vorgehen Sinn. Hassen sich die beiden Hunde von Anfang an und gibt es während des Spaziergangs ununterbrochen Geknurre und Rangeleien, so sind beide Tiere offensichtlich wenig füreinander bestimmt. Haben sich Herrchen und Frauchen dennoch bereits in den potenziellen Zweithund verliebt, lohnt sich möglicherweise eine zweite Chance.

Oft kam es bereits vor, dass die Rivalen des ersten Spaziergangs bei der zweiten gemeinsamen Runde ein Herz und eine Seele wurden. Die menschlichen Partner sollten sich beim Kennenlernen der Hunde so weit als möglich im Hintergrund halten. Ein Welpe soll es sein Ist ein Welpe als Zweithund geeignet? Kinder können auch im Tierreich durchaus anstrengend sein. So ist es für den bisherigen Einzelhund eine echte Herausforderung, wenn das Herrchen plötzlich mitten im Wohnzimmer ein kleines Baby absetzt.

Es hält sich nach wie vor die Vermutung über den sogenannten Welpenschutz, Dies jedoch bedeutet für Hundehalter keinen Freifahrtschein für die Vergesellschaftung. Der Welpenschutz wird viel diskutiert und gilt unter Fachleuten als Irrglaube. Soll ein Welpe einziehen, müssen sich Hundehalter genau die gleichen Gedanken machen, wie bei einem älteren Hund. Auch sollte das Kennenlernen beider Tiere ebenfalls auf neutralem Boden geschehen.

Der Einzug Ist der Erstkontakt gelungen und steht dem Einzug des neuen Tiers nichts mehr im Wege, kann es losgehen. Um beide Tiere nicht zu überfordern, sollten Hundebesitzer den Ersthund zum Abholen des neuen Kumpanen mitnehmen. So kommen beide Tiere gemeinsam im neuen Revier an und der Ersthund empfindet den neuen Partner nicht als Eindringling. Während der neue Hund sich nicht nur an seinen tierischen Partner, sondern auch an sein neues Zuhause gewöhnen muss, kann der Ersthund sich mit der Situation arrangieren.

Es ist gut möglich, dass sich beide Tiere zunächst aus dem Weg gehen. Das Erlebte will verarbeitet werden. Um den ersten Kontakt zwischen den Hunden herzustellen treffen Sie sich auf neutralem Boden, also nicht bei Ihnen zu Hause, auf Ihren üblichen Gassistrecken oder im Zuhause bzw. Viele Hunde verhalten sich in Ihrer gewohnten Umgebung anders als in Gebieten, in denen sie nicht so häufig unterwegs sind.

Im gewohnten Umfeld werden fremde Hunde oft als Eindringlinge wahrgenommen, die es zu vertreiben gilt. Deshalb ist es besser, ein neutrales Gelände auszuwählen, denn damit schaffen Sie optimale Bedingungen sich kennenzulernen. Sandra Wierszyn, Makani Fotografie Seien Sie besonders aufmerksam und behalten Sie die Hunde gut im Auge, wenn Sie bei diesen Treffen Ihren eigenen Hund oder den Wunschkandidaten mit Futter belohnen möchten, hier kann es schnell zu Streitigkeiten kommen und das wären keine guten Voraussetzungen für ein späteres Zusammenleben.

Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Ressourcen, wie beispielsweise Spielzeug. Wenn die ersten Begegnungen entspannt verlaufen sind, können Sie den oder die anderen Hunde nacheinander dazu holen. Sie können dann einschätzen, ob die Chemie zwischen den Hunden stimmt, ob eine grundlegende Sympathie vorhanden ist oder ob die Wahrscheinlichkeit, dass die Hunde eine gute Beziehung zueinander aufbauen können eher gering ist. Von offensichtlichen Drohsignalen wie Knurren oder Zähne zeigen abgesehen, ist Desinteresse zum Beispiel ebenfalls ein Hinweis darauf, dass ein Hund den jeweils anderen nicht wirklich in seiner Nähe haben möchte.

Haben Sie einen guten Eindruck von der ersten Begegnung der Hunde, sollten Sie noch ein weiteres Treffen — ebenfalls auf neutralem Boden — arrangieren. Wenn auch dieses zweite Treffen entspannt verlaufen ist und die Hunde Interesse aneinander haben, ist es an der Zeit zu prüfen, ob dies auch dann noch zutrifft, wenn Sie Ihr mögliches neues Familienmitglied in die gewohnte Umgebung Ihres Hundes bringen.

Wenn Sie möchten, können Sie einen kompetenten Hundetrainer bitten, dieses Treffen zu begleiten. Er ist in der Beobachtung von Hunden gut geschult und vor allem hat er emotionalen Abstand zu den Hunden und der Situation an sich. Deshalb kann er Ihnen eine objektive Einschätzung geben, ob Sie mit Ihren Beobachtungen und Ihrem Bauchgefühl bisher richtig lagen. Das kann sehr hilfreich sein und Sie davor bewahren möglicherweise eine falsche Entscheidung zu treffen.

Wir kennen das alle: Auseinandersetzungen zwischen Rüden und Hündinnen sind sehr selten. In der Regel ziehen sich die Geschlechter an. Hunde wissen auch nicht, dass sie kastriert sind und behalten auch nach einer Kastration ein gewisses Restinteresse am anderen Geschlecht. Trotzdem ist natürlich immer auf Sicherheit zu achten. Welche Regeln Sie beachten sollten, lesen Sie in diesem Artikel. Hier haben Hundehalter viel richtig gemacht! Sehr wichtig für das Kennenlernen ist ein für beide Hunde neutrales Territorium.

Entscheidend ist vor allem, dass der Ort nicht von anderen Hunden besetzt ist. Das Hauptaugenmerk sollte auf dem Treffen der beiden Hunde liegen, sie müssen sich aufeinander konzentrieren können.


Zweithund - erste Begegnungen